Im Spiegel, 2005

Unsere Zeit ist am Unglückstag stehen geblieben, für uns, nicht für die Welt. Wir sind wie aus dem Raum und aus der Zeit gefallen. Die Zeit scheint sich ohne uns fort zu bewegen, voraus und davon. Unser Verstand geht zu langsam, unser Herz auch, unser Leben, an dem der Tod klebt, unlösbar, zäh.

Wir müssen ihn mitschleppen, den Tod.
Wir kommen keinen Schritt mehr in der Welt herum ohne ihn.

Der Tod bleibt da: Unausweichlich, unbegreiflich.
Mein Gesicht will immer nur zurückgewendet leben, will in die Vergangenheit, will Dich finden, Dich nicht verlieren, Dich finden, wieder finden, mitnehmen, zurückholen, zurück in die Gegenwart, in die Zukunft.